Stationäre Altenpflegeeinrichtungen

In stationären Pflegeeinrichtungen wohnen Menschen mit Pflegebedarf, die nicht mehr selbstständig zuhause leben können. Dort erhalten sie neben der pflegerischen Versorgung auch soziale Betreuungs- und Beschäftigungsangebote. Es gibt unterschiedliche Ausrichtungen und Pflegekonzepte der Einrichtungen.

 

Die Unterbringung in Einrichtungen der stationären Pflege erfolgt meist in Einzel- oder Doppelzimmern.
 
Die Pflegekassen übernehmen die Pflege- und Betreuungskosten  im Rahmen der Eingruppierung der Pflegegrade; darüber hinausgehende Kosten (z.B. für Einzelzimmer) müssen vom Betroffenen getragen werden.

 

Die übrigen Kosten für Unterbringung und Verpflegung sowie Investitionskosten trägt der Betroffene selbst. Es besteht die Möglichkeit, hierfür Zuschüsse beim Sozialhilfeträger zu beantragen. Die Kosten für die einzelnen Einrichtungen variieren von Haus zu Haus.

 

Nachfolgend möchten wir Ihnen die einzelnen stationären Pflegeformen erläutern.


Kurzzeitpflege

Der Anspruch auf Kurzzeitpflege (§ 42 SGB XI) besteht für Personen, für die vorübergehend häusliche Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist (bspw. bei Urlaub der Pflegeperson) bzw. die sich im Anschluss an eine stationäre Behandlung befinden. Die Kurzzeitpflege erfolgt in stationären Einrichtungen.

 

Die Kosten für einen Kurzzeitpflege-Aufenthalt sind regional verschieden. Bei vorhandenem Pflegegrad tragen die Pflegekassen die Kosten für pflegebedingte Leistungen, soziale Betreuung und medizinische Behandlungspflege bis zu EUR 1612,- maximal für acht Wochen pro Kalenderjahr. Die Möglichkeit der Kurzzeitpflege steht allen Pflegebedürftigen unabhängig vom Pflegegrad in gleicher Höhe zu.


Beschützendes Wohnen

Beschützendes Wohnen ist für Menschen geeignet, die an Demenz im fortgeschrittenen Stadium leiden und bei denen die Betreuung zu Hause und die damit einhergehende häusliche Pflege schwierig und eventuell gefährlich geworden ist. Einrichtungen dieser Art sind so konzipiert, dass keine Hin- und Weglaufgefahr besteht und die Bewohner sich nicht  gefährden können.

Zur Unterbringung im beschützenden Wohnen ist immer ein richterlicher Beschluss nötig.


Verhinderungspflege

Bei Urlaub, Krankheit oder sonstiger Verhinderung der Pflegeperson kann eine Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden. Im Kalenderjahr stehen dafür insgesamt EUR 1612,- für längstens sechs Wochen zur Verfügung.

Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen  vor der erstmaligen Verhinderungspflege mindestens sechs Monate gepflegt hat. Der Pflegegrad muss jedoch nicht bereits seit sechs Monaten bestehen.  Die Höhe der Leistung ist davon abhängig, ob ein ambulanter Pflegedienst oder eine nicht erwerbsmäßig tätige Ersatzpflegkraft die Verhinderungspflege übernimmt. Der Anspruch kann auch für den Aufenthalt in einer Kurzzeitpflege- oder Tagespflegeeinrichtung verwendet werden.